Jahresbericht 2019

Der Krankenpflegeverein Hohenems kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: gemäß dem Auftrag, „Leben und Gesundheit zu schützen, das Leid von kranken Menschen zu lindern und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen“, wurden im Jahr 2019 von unserem Pflegepersonal 273 Personen kompetent betreut. Die meisten der PatientInnen (68%) waren 80 Jahre und älter, ein Viertel zwischen 60 und 79 Jahre und 15 Personen zwischen 20 und 59 Jahren alt. Aus diesen Zahlen wird deutlich, dass das Risiko der Pflegebedürftigkeit jede Altersgruppe treffen kann. Der Anteil der Frauen war mit 56% etwas höher als der Anteil der betreuten Männer.

Die elf Pflegefachkräfte der Hauskrankenpflege unter der Leitung von Elvira Gamper besuchen die kranken und pflegebedürftigen Personen zuhause und betreuen sie in ihrem gewohnten Umfeld. 12.994 PatientInnen-Kontakte wurden im Jahr 2019 dokumentiert. Dafür wurden 8.308 Stunden geleistet. Die meiste Zeit wurde für ganzheitliche Körperpflege und rehabilitative Pflege aufgewendet. Einen hohen Anteil der Betreuungstätigkeit nehmen auch die Teilpflegen und die Prophylaxe sowie die Abklärung, Beratung und Information ein. Die Anzahl der betreuten PatientInnen ist gegenüber dem Vorjahr um 3% gestiegen, die Anzahl der geleisteten Stunden ist in etwa gleichgeblieben.

Eine Pflegebedürftigkeit kann schnell eintreten: häufig übernimmt der Krankenpflegeverein dann die Pflege unmittelbar nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Eine gute Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern, aber auch mit den HausärztInnen in Hohenems ist sehr wichtig für eine adäquate und umfassende Pflege zuhause. Manchmal kann sich eine Pflegebedürftigkeit auch langsam entwickeln. Hier kann die Hauskrankenpflege mit Beratung und Information und vereinzelten Betreuungsleistungen beginnen und diese nach Bedarf intensivieren. Die Vorsorge-Hausbesuche, die der Krankenpflegeverein anbietet, haben prophylaktische Wirkung und unterstützen die Familien dabei, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit die Unterstützung anzufordern, die sie brauchen.

Nicht nur die körperliche Pflegebedürftigkeit, sondern auch krankheitsbedingte Wesens-veränderungen und Verhaltensänderungen können ein Familiensystem an die Grenzen bringen. Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein, z. B. Depression, beginnende dementielle Entwicklung, Wahn, und viele andere mehr. Hier kommt die „Ambulante gerontopsychiatrische Pflege“, welche der Krankenpflegeverein Hohenems ebenfalls anbietet. 29 Klient*innen konnten im Berichtsjahr von Karin Johler betreut werden. Viel Zeit wir dabei in den Aufbau einer Vertrauens-beziehung investiert. Denn Vertrauen ist Grundlage, um die angestrebten positiven Veränderungen erreichen zu können. Zuweisungen erfolgen vom Landeskrankenhaus Rankweil, den niedergelassenen Fachärzten und Hausärzten, dem Krankenpflegeverein, der Servicestelle für Pflege und Betreuung und auch vom Mobilen Hilfsdienst. Oft findet auch ein Erstkontakt über die Angehörigen der betroffenen Person statt.

Es gibt Situationen, da können die Herausforderungen einer Pflegebedürftigkeit nur gemeinsam in
einem Netzwerk von unterschiedlichen Dienstleistern erfolgen: wir bedanken uns daher für die
Zusammenarbeit mit unseren HausärztInnen, dem Krankenhaus Hohenems, dem Case- und Care-
Management der Stadt Hohenems, dem Mobilen Hilfsdienst Mitanand, dem Mobilen Palliativteam
und dem Hospiz-Team der Region Dornbirn stellvertretend für alle anderen.

Der Krankenpflegeverein Hohenems konnte das Jahr 2019 auch finanziell positiv abschließen. 46%
der Aufwände konnten über Subventionen von Land und Stadt Hohenems (Vorarlberger Sozialfonds,
Förderung der Stadt) und 10% über die Sozialversicherung finanziert werden. 38% steuerten die
Mitglieder des Krankenpflegevereins über Mitgliedsbeiträge und Spenden bei. Dieses System der
Finanzierung ermöglicht es, mit einem kleinen Beitrag in Höhe von € 30,00 pro Jahr, im Falle des
Falles die vielfältigen Leistungen des Krankenpflegevereins Hohenems in Anspruch nehmen zu
können.

Rund 2.300 Haushalte in Hohenems sind Mitglieder beim Krankenpflegeverein. Gemeinsam mit den
Vereinen in Götzis, Altach, Koblach und Mäder machte der Krankenpflegeverein Hohenems in Form
von ansprechenden Inseraten auf die Leistungen der Hauskrankenpflege aufmerksam und lud dazu
ein, Mitglied im Krankenpflegeverein zu werden. Dafür wurde eine eigene Website eingerichtet:
https://hauskrankenpflege-regional.at

Die Generalversammlung des Krankenpflegeverein Hohenems, die für den 20.3.2020 musste
aufgrund der Coronakrise auf unbestimmt verschoben werden.

22.3.2020
Karl W. Bitschnau

Hauskrankenpflege Regional

Die Krankenpflegevereine Hohenems, Götzis, Altach, Koblach und Mäder werben in einer gemeinsamen Aktion um neue Mitglieder.

Die Mitgliedschaft bei der Hauskrankenpflege gibt Sicherheit. Mit einem kleinen Jahresbeitrag von aktuell €30,00 profitieren die Mitglieder bei Krankheit, Unfall oder Pflegebedürftigkeit von vielen Vorteilen.
Umgekehrt können die Krankenpflegevereine diese Vorteile anbieten, wenn sie auf viele Mitglieder bauen können. Krankheit und Pflegebedürftigkeit kann in jedem Lebensalter ein Thema werden. Eine Mitgliedschaft sollte daher frühzeitig ins Auge gefasst werden.
Die fünf Krankenpflegevereine im Gemeindeblatt-Bezirk haben sich zusammengetan, um im Gemeindeblatt regelmäßig auf die Vorteile einer Mitgliedschaft hinzuweisen. Mehr dazu erfahren sie auf der Website www.hauskrankenpflege-regional.at.
Wir freuen uns, wenn Sie schon Mitglied beim Krankenpflegeverein Hohenems sind. Wir freuen uns auch, wenn Sie uns in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis weiterempfehlen. Wenn Sie noch nicht Mitglied sind: es ist ganz einfach, Mitglied zu werden. Klicken Sie auf der linken Seite auf die Rubrik „Mitgliedschaft” und füllen Sie das Anmeldeformular aus.

Jahresbericht 2017

Der Krankenpflegeverein ist für Sie da, wenn Sie ihn brauchen und ermöglicht Ihnen zu günstigen Kosten eine professionelle Pflege. Insgesamt elf erfahrene Pflegefachkräfte waren im vergangenen Jahr im Auftrag des Krankenpflegevereins Hohenems unterwegs, um Patientinnen und Patienten zu ermöglichen, dass sie trotz der Krankheit zuhause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Im bewährten Pflegeteam arbeiten mit: Elvira Gamper (Pflegeleitung), Andrea Gaßner, Edith Gehrer, Angelika Giesinger, Karin Johler, Sabine Kronsteiner, Angelika Mair, Margarethe Pacher, Carmen Pichler-Feurstein, Cornelia Pöschl, Christine Reitschuler. Ihnen allen gebührt unser Dank für ihren engagierten Einsatz!

Im Folgenden ein paar ausgewählte Daten und Fakten: Das Pflegeteam hat im Jahr 2017 273 Patientinnen und Patienten betreut. Davon wurden 259 durchschnittlich 54 mal (!) besucht. Insgesamt machte das Pflegeteam 13.343 Hausbesuche. Das Angebot der telefonischen Beratung wurde von 181 Patientinnen, Patienten und Angehörigen in Anspruch genommen. Am meisten Zeit beanspruchte die ganzheitliche und rehabilitative Körperpflege mit insgesamt über 6.000 geleisteten Stunden. Mehr als die Hälfte der betreuten Personen profitierte davon. Fast zwei Drittel aller betreuten Personen erhielten eine Teilpflege oder prophylaktische Unterstützung. Dafür wurden rund 2.700 Stunden aufgewendet. Bei 99 Mitgliedern des Krankenpflegevereins kümmerte sich das Pflegeteam um die fachgerechte Versorgung von Wunden. Dafür wurden rund 782 Stunden aufgewendet. Bei mehr als der Hälfte der Patientinnen und Patienten wurde Angehörige beraten, angelernt und begleitet.

Nicht zuletzt dank der zahlreichen Spenden konnte der Krankenpflegeverein Hohenems im vergangenen Jahr positiv bilanzieren. Auf diesem soliden Fundament ist auch für die nächsten Jahre eine kostengünstige und professionelle Pflege für alle Krankenpflegevereins-Mitglieder, dies es brauchen, gesichert. Der Mitgliedsbeitrag ist mit € 30,00 pro Jahr sehr günstig und hat sich gegenüber den Vorjahren nicht erhöht. Mit diesem kleinen Beitrag können Sie und Ihre Angehörigen vorsorgen, dass der Krankenpflegeverein Hohenems für Sie da ist, wenn sie ihn brauchen.

Rückblick auf 21 Jahre Obmannschaft

Da ich mit dem heurigen Jahr meine Obmannfunktion niederlege, möchte ich mit dem diesjährigen Bericht einen Kurzbericht über meine 21-jährige Funktionstätigkeit vorlegen.

1)   Schwesternarbeit

  • Arbeitsumfang: Während im Jahre 1996 180 Patienten betreut wurden, so waren es 2015 schon 280 Personen. Das entspricht einer Steigerung von 55 %.
  • Der Arbeitsbereich der Krankenschwestern in der Hauskrankenpflege hat sich in den letzten Jahren außerdem erweitert: die Krankenschwestern haben verschiedene Zusatzausbildungen wie „Wundmanagement“, „Palliative Care“, „Gerontopsychiatrische Pflege“ oder Projekte wie „75+ Unabhängig leben im Alter“ gemacht, sowie anfänglich auch das Casemanagement mitgetragen, das dann später eine eigene Arbeitsstelle wurde.
  • Nachdem die Schwesternanzahl von 3 Krankenschwestern und einem Krankenpfleger im Jahre 1996 (4 VZÄ) sukzessive auf 10 Krankenschwestern in Teilzeitarbeit (5,2 VZÄ) stieg (+30%), wurde die Frage eines für die Schwesternarbeit entsprechenden Büros Nachdem ein Ausbau des Vereinshauses in der Schillerallee nicht möglich war, fanden wir zuerst im alten Pfarrhaus, dann im alten Altersheim Räumlichkeiten dafür. Erst mit dem Renovierungsbau des Altersheims durch die Senecura im Jahre 2001 standen uns dann ausreichend Räumlichkeiten für die Schwestern zur Verfügung.
  • Die Dokumentation der Arbeit wurde natürlich mit zunehmendem Arbeitsaufwand ebenfalls umfangreicher, sodass eine Umstellung auf EDV-basierte Dokumentation unausweichlich war.
    Der erste Schritt dazu erfolgte mit der Digitalisierung der Leistungsdokumentation und der Vereinsverwaltung (Mitgliederverwaltung und Buchhaltung) durch ein landesweites Dokumentationsprogramm der Hauskrankenpflege.
    Der zweite Schritt wurde nun letztes Jahr durch die Digitalisierung der Pflegedokumentation durch das Programm Transdok gemacht.
    Die Schaffung vereinsinterner Voraussetzungen für diese EDV-Umstellungen erfolgte durch unseren EDV-Verantwortlichen im Vereinsvorstand, Winfried Peter, dem ein ganz besonderer Dank für diese intensive Arbeit gebührt.
  • Dass die Arbeit in der Hauskrankenpflege in dieser Zeit sich natürlich auch qualitativ erweiterte und von den Schwestern Weiterbildung verlangte, sei nur nebenbei erwähnt.
    Die Hauskrankenpflege hat diesem Umstand durch Ausarbeitung von Qualitätsstandards für alle Krankenpflegevereine Rechnung getragen. Diese Qualitätsstandards werden von unserem Verein jährlich evaluiert.
  • Für die „Gerontopsychiatrische Pflege“ hat der KPV Hohenems als einer der ersten Krankenpflegevereine des Landes eine eigene psychiatrische Krankenschwester eingestellt.

2)  Vereinsarbeit

Übliche Verantwortlichkeiten wie

  • Zurverfügungstellung der nötigen Finanzen
  • Personaleinstellung und -betreuung
  • Bereitstellung der Infrastruktur für Arbeit und Pflege
  • Zusammenarbeit mit der Stadt im Bereich der „Aktion Demenz“, beim Projekt „75+ Unabhängig leben im Alter“, bei der „Gerontopsychiatrische Pflege“ und im Vorstand der Hauskrankenpflege.
  • Renovierung des Vereinshauses: Das im Jahr 1936 erbaute Vereinshaus wurde gründlich innen und außen renoviert. Hier ein besonderer Dank an unser Vorstandsmitglied Johann Lins, der diese Renovierungsarbeiten beaufsichtigte.

Die Pflege zu Hause ist also für den Krankenpflegeverein Hohenems, wie für alle Krankenpflegevereine des Landes, eine große Herausforderung, die in der Zukunft nicht weniger werden wird. Aber wir haben vorgesorgt, dass diese Arbeit lückenlos weitergeht, denn nach meinem heurigen Ausscheiden als Obmann wird bei den Neuwahlen der neue Obmann Dr. Karl Bitschnau (vorausgesetzt, dass er gewählt wird) mit einem leicht erneuerten Vorstand die Arbeit weitermachen, wozu ich ihm alles Gute wünsche.

 

Werte Mitglieder, Förderer und Freunde des Krankenpflegevereins Hohenems!

Für Ihre Unterstützung in all den Jahren möchte ich mich im Namen aller betreuten Personen, sowie im Namen der Schwestern und Vereinsfunktionäre recht herzlich bedanken. Ihre Solidarität ermöglicht die so wichtige Pflege zu Hause.

Dr. Elmar Troy, Obmann